Philosophie

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den Fächern Philosophie und Praktische Philosophie in der Sekundarstufe I und in der gymnasialen Oberstufe.

Praktische Philosophie

Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen suchen Antworten auf alltägliche, lebensweltliche Fragen. Im Fach Praktische Philosophie wird diesen Fragen nachgegangen.

Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Antworten kennen und diese kritisch zu hinterfragen und zu einem eigenen rational begründeten Standpunkt zu gelangen. Sie lassen sich dabei auf Argumentationen anderer ein, vergleichen und reflektieren Werthaltungen und entwickeln eine kritische Akzeptanz.

Den Unterrichtsvorhaben liegen sieben Fragenkreise zu Grunde, die in jeder Jahrgangsstufe mindestens einmal bearbeitet werden, die aber jeweils andere inhaltliche Schwerpunkte haben.

Die Fragenkreise sind

  1. Die Frage nach dem Selbst
  2. Die Frage nach dem Anderen
  3. Die Frage nach dem guten Handeln
  4. Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
  5. Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
  6. Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
  7. Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn.

Die Unterrichtsvorhaben in derJahrgangsstufe 9

  • Ich bin garnicht frei! (Fragenkreis 1)
  • Ein Freund, ein guter Freund… . (Fragenkreis 2)
  • Die Sache mit dem Gewissen. (Fragenkreis 3)
  • Geld regiert die Welt. (Fragenkreis 4)
  • Ist erlaubt was nützt? (Fragenkreis 5)
  • Was kann ich wissen? (Fragenkreis 6)
  • Und was kommt zum Schluss? (Fragenkreis 7)

Die Unterrichtsvorhaben in der Jahrgangsstufe 10

  • Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? (Fragenkreis 1)
  • Irgendwie anders. (Fragenkreis 2)
  • Ist alles erlaubt, was möglich ist? (Fragenkreis 3)
  • Eine Welt? (Fragenkreis 4)
  • Natur und Technik? Ökologie versus Ökonomie? (Fragenkreis 5)
  • Von der Wahrnehmung zum Wissen (Fragenkreis 6)
  • Was ist der Mensch? (Fragenkreis 7)

Wie wird gelernt ? (Methodenkompetenz)

Neben der Vermittlung von Wissen (Sachkompetenz) nimmt auch die Vermittlung von methodischen Kompetenzen eine zentrale Rolle im Unterricht ein.

Nachfolgend werden nur einige – aber wesentliche – Methoden genannt, die wie die Fragenkreise immer wieder angewendet werden, um die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigem Lernen und reflektiertem Urteilen zu befähigen.

  • philosophische Texte und Gedanken erarbeiten und deren Aussagen visualisieren,
  • Argumentationen nachvollziehen und Widersprüche erkennen,
  • Gedankenexperimente durchführen,
  • Gespräche im Sinne des Sokratischen Philosophierens führen,
  • Dilemmata analysieren und beurteilen,
  • philosophische Gedanken schriftlich darstellen (auch in Form kurzer Essays),
  • Bilder, Liedtexte und literarische Texte befragen.

Philosophie in der gymnasialen Oberstufe der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen

Philosophieren bedeutet nachdenken über die Welt und den Menschen.
Nachdenken über das, was uns täglich begegnet und beschäftigt:

  • die Politik
  • die Wissenschaften
  • das Zusammenleben mit den anderen Menschen
  • die Natur
  • das Unrecht
  • die Gerechtigkeit

Im Philosophieunterricht kommt es darauf an, nicht einfach Allgemeinfloskeln nachzureden, sondern in der Auseinandersetzung mit dem Alltag und bereits gedachten Antworten anderer Philosophen zu einer eigenen durchdachten Position zu gelangen.

Ein Philosoph unserer Zeit sagt: „Philosophieren ist eine Kulturtechnik wie Rechnen, Schreiben oder Lesen.“ Und das muss man doch können – oder?

Wie wird philosophiert?
(Methodenkompetenz)

An dieser Stelle können nur einige – aber wesentliche Methoden – vorgestellt werden:

  • Probleme und Phänomene der Lebenswelt beschreiben und Fragen daraus ableiten,
  • aus philosophischen Texten das Problem, den Gedanken- bzw. Argumentationsgang herausarbeiten und visualisieren,
  • mit Gedankenexperimenten und Dilemmata eigene philosophische Gedanken entwickeln,
  • wichtige philosophische Begriffe definieren,
  • im Internet und Nachschlagewerken recherchieren,
  • selber argumentieren,
  • Essays verfassen,
  • bildliche und szenische Darstellung,
  • verschiedenste Formen der Präsentation der Ergebnisse.

Worüber wird philosophiert?
(Unterrichtsvorhaben)

Nachfolgend sind die Themen (Unterrichtsvorhaben) für die drei Jahrgangsstufen (Einführungsphase, Qualifikationsphase I und II) aufgeführt.

Die Einführungsphase

  1. Was heißt es zu philosophieren? – Die Eigenart philosophischen Fragens und Denkens.
  2. Ist der Mensch ein besonderes Lebewesen? – Die Sonder-stellung des Menschen.
  3. Eine Ethik für alle Kulturen? –Werte und Normen des Handelns im interkulturellen Kontext.
  4. Wann darf und muss der Staat die Freiheit des Einzelnen begrenzen? – Umfang und Grenzen staatlichen Handelns.
  5. Was können wir mit Gewissheit erkennen? Prinzipien und Reichweite menschlicher Erkenntnis.
  6. Kann der Glaube an die Existenz Gottes vernünftig begründet werden?
  7. Vom Sinn und Nutzen des Philosophierens.

Die Qualifikationsphase I

  1.  Ist die Kultur die Natur des Menschen? – Der Mensch als Natur- und Kulturwesen.
  2. Ist der Mensch mehr als Materie? – Das Verhältnis von Leib und Seele.
  3. Ist der Mensch ein freies Wesen? – Umfang und Grenzen staatlichen Handelns.
  4. Wie kann das Leben gelingen? – Grundsätze eines gelingenden Lebens.
  5. Nützlichkeit oder Pflicht? Woran soll ich mich orientieren?
  6. Recht auf Leben – Recht auf Sterben?
  7. Ist der Mensch ein freies Wesen? – Umfang und Grenzen staatlichen Handelns.
  8. Welche Ordnung der Gemeinschaft ist gerecht?
  9. Individuum und staatliche Ordnung – ein Widerspruch?
  10. Sind politische Mitwirkung und gerechte Teilhabe realisierbar?
  11. Wie lassen sich zwischenstaatliche Konflikte vermeiden?

Die Qualifikationsphase II

  1. Was leisten sinnliche Wahrnehmung und Verstandestätigkeit für die wissenschaftliche Erkenntnis?
  2. Wie gelangen die Wissenschaften zu Erkenntnissen?
  3. Was ist das Besondere an den Geisteswissenschaften?