Europaschule

Status als Europaschule auf dem Prüfstand

Die Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen blickt auf zehn Jahre als Europaschule zurück – nun stand die turnusgemäße Prüfung dieses Titels an, das Rezertifizierungsverfahren. Es findet alle fünf Jahre statt. Verantwortliche Instanz für diese Qualitätssicherung ist die Arbeitsgemeinschaft Europaschulen beim Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

In NRW tragen rund 250 Schulen den Titel „Europaschule“. Sie zeichnen sich durch ein besonderes europäisches Profil aus, das regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Ziel des Rezertifizierungsprozesses ist es, die Einhaltung der festgelegten Qualitätskriterien zu prüfen und zugleich Impulse für die weitere Schulentwicklung zu geben.

Zu Gast an der Fritz-Winter-Gesamtschule war daher Jens Wichmann als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Europaschulen. In einer großen Gesprächsrunde mit der Schulleitung, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern wurden die zentralen Kriterien gemeinsam reflektiert und das Europakonzept der Schule umfassend evaluiert.

Sichtbares Zentrum ist dabei die alljährliche „Europawoche“ im Mai. Unter der Leitung von Europa-Koordinatorin Anke Gutsche erwartet die Schülerinnen und Schüler in dieser besonderen Woche ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Workshops und Planspielen, die Europa erlebbar machen.

Kennzeichen des Europa-Profils sind aber auch bilinguale Unterrichtsangebote, ein erweitertes Fremdsprachenangebot sowie Schüleraustausche. Darüber hinaus ermöglicht die Schule Betriebspraktika im Ausland, fördert Auslandsschuljahre und die Teilnahme an europäischen Wettbewerben. Europäische Inhalte sind verbindlich im schulinternen Curriculum verankert.

Joana Glass aus der Klasse 7.4 erzählte berichtete dem Gutachter etwa, dass sie im Rahmen der Begabungsförderung regelmäßig am Englischunterricht auf erweitertem Niveau teilnimmt. Leonard Hüffer aus der Jahrgangsstufe 11 nimmt bereits zum zweiten Mal am Spanien-Austausch teil. Esila Danismaz aus der Jahrgangsstufe 12 berichtete von ihrem Auslandsschuljahr in Seattle, dem erfolgreichen Überspringen der Jahrgangsstufe 11 sowie dem Erwerb eines Zertifikats als Fremdsprachenkorrespondentin. Lehrer Rainer Legant vermittelte seine Erfahrungen als Mitorganisator des Schüleraustauschs nach Lettland und unterstrich die nachhaltigen Eindrücke, die internationale Begegnungen bei den Jugendlichen hinterlassen.

Der Zertifizierungsprozess soll bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Die gesamte Schulgemeinde hofft auf die erneute Bestätigung ihrer engagierten Arbeit am europäischen Gedanken, denn, wie Schulleiter Jan Mähr betonte: „Europa ist notwendiger denn je.“

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