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Ausstellung zur Rolle der Mitläufer beim Holocaust

Im Foyer der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen an der August-Kirchner-Straße ist derzeit die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des United States Holocaust Memorial Museum zu sehen. Die Ausstellung geht einer zentralen Frage nach: Wie war der Holocaust möglich?

Gezeigt werden auf großformatigen Postern und Aufstellern verschiedene Texte und historische Fotografien. Besonders die Bilder geben den Opfern ein Gesicht und ermöglichen eine eindringliche Annäherung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Geschichtslehrer Oliver Kottmann, der die Ausstellung an die Schule geholt hat, erklärt: „Die zentrale Rolle von Adolf Hitler und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar, aber sie waren von unzähligen anderen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen?“

Die Ausstellung macht deutlich, dass der Holocaust ohne die Zustimmung, das Schweigen oder die aktive Beteiligung vieler Menschen nicht möglich gewesen wäre. In Teilen informiert sie aber nicht nur über die Täter und Mitläufer, sondern auch über jene wenigen, die Widerstand leisteten oder Verfolgten halfen.

Durch ihre zentrale Lage direkt am Haupteingang erkunden bereits zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Ausstellung eigenständig. Zudem wirbt Kottmann im Kollegium für Besuche ganzer Klassen. „Selbstverständlich sind auch Gäste willkommen“, betont er. Interessenten können sich bei ihm über das Sekretariat der Schule melden. Die Ausstellung ist noch bis mindestens Anfang März im Foyer der Fritz-Winter-Gesamtschule zu sehen.

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