Die iPad-Schule wird Realität

Die Schulkonferenz hat am Mittwochabend getagt und entschieden: In der Fritz-Winter-Gesamtschule sollen alle Schüler von Jahrgangsstufe 5 bis hin zum Abitur ein eigenes iPad haben.

Schon vor zwei Jahren hatte die Schulkonferenz entschieden, dass in der gymnasialen Oberstufe flächendeckend mit iPads gearbeitet werden soll. Die Schüler der jetzigen Jahrgänge 11 und 12 haben alle ein iPad. Im nächsten Jahr verfügen dann alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe über ein iPad.

„Wir haben uns schon im Jahr 2018 zukunftsorientiert aufgestellt und dafür gesorgt, dass unsere Abiturienten auf die modernen Anforderungen in Beruf und Studium optimal vorbereitet werden. Die Digitalisierung schreitet in allen zukünftigen Arbeitsfeldern unserer Absolventen voran. Da ist es optimal, wenn alle gelernt haben das digitale Endgerät zielgerichtet zu nutzen“ stellt die zuständige Abteilungsleiterin Claudia Wilmer fest.

Gesamtschulen waren schon in der Vergangenheit in vielen schulischen Handlungsfeldern Vorreiter. Man denke nur an den Ganztag, eine gesunde Übermittagsverpflegung, fächerverbindendes und selbstgesteuertes Lernen, Wochenplanarbeit und Teamstrukturen mit Steuergruppen.

Die Fritz-Winter-Gesamtschule hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten und so unter Beweis gestellt, wie gut diese Schule aufgestellt ist. Auch nun ist sie wieder bereit eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

„Wir führen konsequent weiter, was das Land NRW und die Stadt Ahlen im Bereich der Digitalisierung auf den Weg gebracht haben,“ betont der Schulleiter Alois Brinkkötter die Einbindung der aktuellen Entscheidung in übergeordnete Konzepte. So stellt das Land NRW Kindern aus bedürftigen Familien digitale Endgeräte (Leihgeräte) für schulische Zwecke im Rahmen des DigitalPakts Schule zur Verfügung. Die Stadt Ahlen baut ein IT-Zentrum auf, verkabelt die ganze Fritz-Winter-Gesamtschule und stellt ein schnelles Internet bereit.

In der ersten Gesamtschule Ahlens laufen die Vorbereitungen im Lehrerkollegium schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Für jede Jahrgangsstufe wird eine Lehrkraft zum Administrator ausgebildet. Die Organisationsstruktur der Schule mit über 800 verschiedenen Lerngruppen ist inzwischen in die digitale Datei- und Kommunikationsstruktur übertragen worden. Ein differenziert ausgearbeitetes Medienkonzept liegt vor und wird laufend an die neuen Entwicklungen angepasst.

„Wenn in allen Klassen- und Fachräumen das schnelle Internet verfügbar ist, dann wollen wir es auch nutzen und jeden Schüler damit vertraut machen. So wird das iPad zum selbstverständlichen Begleiter des pädagogischen Alltags. Es ist ein modernes Werkzeug und wird unsere Lernkultur bereichern,“ blickt die Didaktische Leiterin der Fritz-Winter-Gesamtschule in die Zukunft.

In der Sitzung der Schulkonferenz lobten die Eltern das Engagement der Schule. Sie bekräftigten aber zugleich vehement, dass die Fritz-Winter-Gesamtschule personelle Unterstützung in diesem Bereich benötige. „Es ist nicht Aufgabe der Pädagogen für die digitale Infrastruktur zu sorgen und demnächst alle Probleme rund um die etwa 1450 iPads zu klären. Die Lehrkräfte werden für ihre zentrale Aufgabe des Unterrichtens benötigt. Hier ist der Schulträger zusätzlich gefordert,“ betonte ein Elternvertreter und erhielt dafür Applaus von allen Konferenzteilnehmern.