Ein Austausch mit besonderen Momenten

Der deutsch-spanische Schüleraustausch der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen mit der Partnerschule IES Mediterráneo Estepona hat in diesem Schuljahr einmal mehr gezeigt, wie bereichernd internationale Begegnungen für junge Menschen sein können – und das unter ganz besonderen Vorzeichen.
Den Auftakt bildete der Besuch der Ahlener Schülerinnen und Schüler im südspanischen Estepona an der Costa del Sol. Auf dem Programm standen unter anderem die Teilnahme am Unterricht in der Partnerschule, ein Ausflug in die nahegelegene Stadt Málaga, eine Bootsfahrt sowie ein offizieller Empfang im Rathaus. Beim Gegenbesuch in Ahlen erwartete die Gäste neben dem gemeinsamen Unterricht an Gesamtschule Ausflüge nach Münster mit Stadtführung sowie nach Lüdinghausen zur Burg Vischering. Auch eine Stadtführung durch Ahlen, ein Besuch der Kletterhalle „BigWall“ und ein Empfang im Rathaus gehörten zum Programm.
Insgesamt nahmen jeweils 15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 aus Ahlen und Estepona an dem Austausch teil. Begleitet wurde die Gruppe auf deutscher Seite von den Lehrerinnen Aylin Luque Lucena und Marisol Bellonch Orenes.

Besonders ungewöhnlich gestaltete sich in diesem Jahr das Wetter: Während die Ahlener Gruppe an der spanischen Mittelmeerküste mit Regen und Wind konfrontiert wurde, präsentierte sich das Münsterland beim Gegenbesuch von seiner sonnigen und warmen Seite.
„Es war ein Austausch der Kulturen, der Verständnis füreinander förderte und forderte und die Angst vor dem Fremden abbaute“, resümierte Lehrerin Marisol Bellonch Orenes. Die persönlichen Eindrücke der Teilnehmenden unterstreichen dies: So möchte ein spanischer Schüler künftig auch in Estepona Gulasch essen und viele spanische Gäste wären am liebsten noch länger in Ahlen geblieben. Eltern aus Spanien berichteten von einer „großartigen Erfahrung“ für ihre Kinder und bedankten sich herzlich. Ein deutscher Schüler stellte fest, dass die Spanier „gelassener sind und anders mit der Zeit umgehen“.
Eine ganz besondere Geschichte schrieb der Austausch in diesem Jahr ebenfalls: Im Frühjahr 2022 hatten die damaligen Sechstklässler Lotta Isaksson, Elena Latka und Vincent Teich die spanische Lehrerin María del Mar Mena Carrillo zufällig in der Mensa kennengelernt und vom Schüleraustausch erfahren. Damals fassten sie den Wunsch, selbst daran teilzunehmen. Vier Jahre später wurde dieser Wunsch Wirklichkeit: Für alle drei übertraf der Austausch sämtliche Erwartungen. So sehr, dass sie bereits planen, im Schuljahr 2026/2027 privat einen weiteren Austausch mit der Partnerschule zu organisieren.
„Viel mehr kann ein Austausch doch nicht erreichen!“, fasst Marisol Bellonch Orenes die nachhaltige Wirkung dieser besonderen Begegnungen zusammen.


