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Emotionen wirken stärker als Fakten

Im Rahmen der Europawoche hatten unsere Jahrgänge 12 und 10 die Gelegenheit, einen spannenden Vortrag zum Thema „Fake News“ im Forum der Schule zu besuchen.
Der Referent Etrit Asllani hat einen Master in Psychologie, ist Autor mehrerer Bücher und zudem als reichweitenstarker Content-Creator (#keinfakenews) und Buchautor tätig. Über seinen Vortrag hat Esila Danismaz aus der 12 diesen Bericht verfasst:

Anhand aktueller politischer Entwicklungen und dem Umgang mit Desinformation machte Etrit Asllani den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie anfällig demokratische Systeme sein können. Besonders eindrücklich war die Aussage, dass Demokratie ständig verteidigt werden muss, denn ohne aktives Handeln bestehe die Gefahr, dass sie schrittweise geschwächt werde.

Während seines interaktiven Vortrags mit verschiedenen Experimenten wurde außerdem deutlich, dass schon unsere Wahrnehmung nicht neutral ist. „Emotionen, Sprache und Wiederholungen können beeinflussen, wie wir die Welt sehen“, informierte Asllani die etwa 200 Schülerinnen und Schüler. Gerade in sozialen Medien würden gezielt Inhalte so gestaltet, dass sie Gefühle ansprächen und Aufmerksamkeit erzeugten.

Zentrales Thema seines Vortrags war, wie wir Informationen verarbeiten, vor allem wenn man sich nicht in einem Themenbereich auskenne. In diesen Fällen orientierten sich viele Menschen eher an einfachen Reizen wie Bildern, Emotionen oder Bekanntheit und seien dadurch anfälliger für Desinformation. Asllani: „Dies funktioniert in allen Bereichen, sogar bis hin zum Kreuz auf dem Wahlzettel.“ Manchmal entscheide der letzte Eindruck die Entscheidungen der Menschen, wie etwa ein Plakat vor dem Wahllokal.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei das Prinzip „Vertrautheit schafft Vertrauen“.
Etrit Asllani erklärte, dass Dinge, die Menschen häufiger sehen oder hören, automatisch glaubwürdiger wirken. Dadurch vertrauten Menschen tatsächlich oft eher Influencern als tatsächlichen ExpertInnen.

Besonders kritisch sei dabei, so Asllani: Fake News werden häufig nicht absichtlich verbreitet, sondern oft aus dem Wunsch heraus, Informationen zu teilen. „Gleichzeitig erreichen Faktenchecks aber viele Menschen gar nicht.“

Der Vortrag hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Informationen zu hinterfragen und sich bewusst mit Medien auseinanderzusetzen, gerade in einer Zeit, in der sich digitale Inhalte und Künstliche Intelligenz rasant weiterentwickeln. Viele Fragen aus dem Publikum zeigten nach dem Vortrag, dass dieses Thema die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sehr beschäftigt.

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