Europa steht eine Woche ganz im Mittelpunkt

Krieg in Europa – was bedeutet das für Schüler und ihre Familien ganz konkret? Auch dieses immer noch akute Thema nimmt die diesjährige Europawoche an der Fritz-Winter-Gesamtschule auf. Gleich zum Auftakt am 4. Mai (Montag) wird Henning Rehbaum als Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretender Vorsitzender im Verkehrsausschuss auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen auf unserem Kontinent eingehen und die Auswirkungen des Krieges in Europa auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft erläutern, teilt die Schule mit. Schülerinnen und Schüler können mit dem Abgeordneten ins Gespräch kommen.
Etrit Asllani ist Experte für die Vermittlung von Bildungsinhalten in sozialen Medien und Innovationspsychologe, gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren und Influencer im Bereich Debunking – also dem Entlarven von Falschmeldungen. Allein mit seinem TikTok-Kanal @keinfakenews erreicht er rund 700.000 Followerinnen und Follower. Er hält am 6. Mai seinen Vortrag „Fake News im europäischen Kontext – Feeds verstehen, Fakten prüfen, Haltung stärken“. Asllani will u.a. aufzeigen, wie TikTok, Instagram und YouTube Inhalte gewichten und unser Weltbild verzerren können.
Noch interaktiver wird es am selben Tag mit Daniel Fromme und Musikproduzent Diego Cardoso de Oliveira. Während des Ganztags-Workshops „Give Peace a Chance”- Write YOUR European Song” sollen Schülerinnen und Schüler diverser Jahrgangsstufen und Nationalitäten in diesem Projekt zusammenkommen, um sich gegenseitig ihre Werte und Traditionen vorzustellen und ihre Wünsche zum Thema „Frieden in Europa“ zum Ausdruck bringen. Sie schreiben einen (Hip Hop-) Song und performen ihn in ihren Sprachen. Der Song wird im mobilen Tonstudio aufgenommen und danach über SocialMedia veröffentlicht.
Richtig sportlich wird es unter dem Thema „Europa im Spiel – Handball mit Nationalspielerin“: Marie Michalczik, ehemalige Nationalspielerin der deutschen Frauen-Handballnationalmannschaft aus Ahlen, berichtet aus erster Hand von ihren Erfahrungen auf internationaler Ebene und erklärt, welche Bedeutung große Turniere wie die Handball-Europameisterschaft für den Sport und die Zusammenarbeit der europäischen Länder haben. Es geht auch an die Praxis: Gemeinsam mit Marie Michalczik können Schüler Handballübungen ausprobieren und erleben, wie Training auf professionellem Niveau aussieht.
Max Liebrand vom deutsch-niederländischen Zweckverband EUREGIO erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern in einem interaktiven englisch-deutschen Vortrag die Aufgaben und Funktionen des Verbandes, einer europäischen Nachbarschaftsidee. Im Planspiel „SOS Europa“ und „Destination Europe“ des CIVIC- Instituts müssen die Teilnehmer versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik zu gelangen.
Mit der Europawoche rückt Koordinatorin Anke Gutsche einmal jährlich die unmittelbare Bedeutung des Staatenbündnisses in den Blickpunkt der Schulgemeinde. Das ist nur möglich durch das Engagement zahlreicher örtlicher Sponsoren, die das Bildungsangebot teilweise schon seit Jahren tatkräftig unterstützen. Dazu gehören die Glück-Auf-Stiftung, die VIA-Stiftung der Ahlener Volksbank, die Konrad-Adenauer-Stiftung, der Malerbetrieb Pörtzel, Elektro Benning-Bröckelmann, der Fachhandel für Raumgestaltung Reiberg, das Restaurant Steinofen und Juwelier Herweg.
„Wir unterstützen soziale Projekte für Kinder, Frieden und Demokratie. Das muss gelebt werden, man muss in diese Dinge Arbeit stecken“, begründet Vorstandsmitglied Santina John das Engagement der Glückauf-Stiftung, während Martin Hosselmann von der VIA-Stiftung der Volksbank für die Vorteile Europas wirbt und dabei natürlich auch an den Euro denkt. Die Bedeutung Europas gerade für das Leben junger Menschen betonen auch Malermeister Martin Pörtzel und Heinrich Liebelt vom Fachhandel Reiberg. Ganz pragmatisch an das Thema Europa geht Marina Beuse von Elektro Benning Bröckelmann: „Der Strom fließt schließlich durch ganz Europa und junge Menschen müssen dafür sorgen, dass das so bleibt!“

