Schulleben

Gelernt flexibel, spontan, selbstständig zu sein, damit man weiterkommt

Mit gleich sechs Abschlussfeiern verabschiedete die Fritz-Winter-Gesamtschule ihre Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10, die seit über einem Jahr unter der Corona-Pandemie leiden musste, dabei am Ende herausragende Leistungen erbracht hat und sich mit viel Emotionalität verabschiedete.

„Alle Klassen haben eine eigene Verabschiedung mit individuellem Programm geplant und durchgeführt. Es gab kleine Theaterstücke oder Musik mit Klavier, Schlagzeug, Gitarre oder Querflöte auf der Bühne“, berichtet Ines Reicke, die Abteilungsleiterin der Jahrgänge 9/10, die bei allen sechs Terminen, verteilt auf drei Abende die Regie führte.

Auch die obligatorischen Reden der Stadtvertreter fehlten nicht. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und seine Stellvertretung Rita Pöppinghaus-Voss und Serhat Ulusoy teilten sich die Redearbeit. Bürgermeister Dr. Berger lobte in seiner Rede, die Schülerinnen und Schüler hätten viele Hürden nehmen müssen, könnten sich aber nun mit dem Zeugnis, dem „Lohn der Tüchtigen“ selbst belohnen. Der Bürgermeister formulierte aber auch Erwartungen: „Ich wünsche mir vor allen Dingen die Bereitschaft für die Übernahme von Verantwortung.“

Schulleiter Alois Brinkkötter würdigte die vielen guten Einzelergebnisse, die dazu führten, dass Zweidrittel aller Zehntklässler die Fachoberschulreife mit Qualifikation erhielten, weitere 21 Prozent verlassen die Schule mit der Fachoberschulreife und 11 Prozent der Absolventen gehen mit dem Hauptschulabschluss. „Die Fritz-Winter-Gesamtschule ist stolz auf das, was ihr erreicht habt. Die weiterführenden Schulen und auch die Arbeitswelt werden eine wahre Freude an euch haben. Ihr habt gezeigt, was in euch steckt und dabei immer das Herz am rechten Fleck gehabt“, so der Schulleiter Alois Brinkkötter, der nicht unerwähnt ließ, dass über 100 Schülerinnen und Schüler in der eigenen gymnasialen Oberstufe das Abitur anstreben werden.“

Abteilungsleiterin Ines Reicke bescheinigte den 176 Schülerinnen und Schülern: „Wenn ihr eins ganz bestimmt aus der Pandemie, Homeschooling- und Schooling-Zeit gelernt habt, dann, dass man flexibel, spontan, selbstständig sein muss, damit man weiterkommt!“

Flexibel und spontan musste auch das Team der Klassenlehrerinnen und -lehrer sein, um überhaupt die Abschlussfeiern durchführen zu können. Ursprüngliche Pläne für eine gemeinsame Feier in der Stadthalle oder einem Sportstadion zerschlugen sich mit Blick auf Veränderungen bei Inzidenzzahlen und Corona-Regeln. Immerhin blieb am Ende aber die Möglichkeit zur klassenweisen Feier mit Familie. Ines Reicke: „Es war ein ganz schöner Kraftakt, die Veranstaltungen in kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Es hat sich absolut gelohnt. Es war richtig emotional. Es hat auch Vorteile, eine kleine Feier im Kreise der Klasse zu organisieren.“

Auch in diesem Jahr wurden wieder 6 Schüler*innen von der Sparkassenstiftung mit einem iPad für besondere Leistungen und sozialem Engagement ausgezeichnet. Die Abteilungsleiterin freute sich, Tom Abendroth, Mia Jehne, Emma Beuse, Paul Quittek, Joalina Stewing, und Miriam Sendwicki die Nachricht zu überbringen.