Nach gut einer Stunde war es erledigt

Am Wochenende und am Montagmorgen hatten sich drei neue positive Coronabefunde in der Schülerschaft der Fritz-Winter-Gesamtschule ergeben. Die drei Schüler waren schon nicht mehr in der Schule. Die Nachverfolgung der Kontakte musste dennoch kurzfristig realisiert werden.

Konkret bedeutet das, dass die zuständigen Abteilungsleitungen die Klassen- und Fachlehrer informieren und die Sitzpläne einfordern. Die aktuellen Fälle betreffen zweimal die Jahrgangsstufe 12 und einmal die Jahrgangsstufe 6. Claudia Wilmer ist die für die Jahrgangsstufe 12 zuständige Abteilungsleiterin und Brigitte Horstkötter ist zuständig für die Jahrgangsstufe 6. Beide Schulleitungsmitglieder sind leider schon erprobt in diesem Verfahren.

Wenn alle Sitzpläne vorliegen, wird mit dem Gesundheitsamt Warendorf geklärt, welche Schüler in Quarantäne geschickt werden. Während das in der Jahrgangsstufe 6, wo weitgehend Klassenunterricht stattfindet, sehr übersichtlich ist, haben die Oberstufenschüler ein Kurssystem und sitzen von Stunde zu Stunde mit anderen Mitschülern zusammen.

„Unser Sekretariat macht zurzeit einen phänomenal guten Job,“ lobt der Schulleiter Alois Brinkkötter seine drei Sekretärinnen. Es gehe dabei nicht nur um die Kontaktdatenübermittlung, sondern auch um eine einfühlsame Kommunikation mit den betroffenen Eltern.

Um das Infektionsgeschehen genauer unter die Lupe zu nehmen, hat das Gesundheitsamt kurzerhand entschieden, dass allen aktuell betroffenen Schülern eine Testung direkt in der Schule angeboten wird. Am Mittwochmorgen war das Team vom Gesundheitsamt pünktlich zur Stelle und nach gut einer Stunde schon wieder verschwunden. Die Testung hat hervorragend geklappt. „Wir sehen aber hier und da noch kleine Optimierungsmöglichkeiten,“ bemerkt Frau Wilmer mit Blick in die Zukunft.

Natürlich hofft Herr Brinkkötter, dass sich das Infektionsgeschehen beruhigt. „Noch ist nicht erkennbar, dass die schulischen Rahmenbedingungen mit 30 Kindern in einem Klassenraum zur Verbreitung des Virus beigetragen haben. Wir lüften fast permanent und die Maske ist ja Pflicht. Beruhigender wäre aber eine Reduzierung der Klassengrößen, um Abstände einhalten zu können.“