Kultur,  Kunstklasse

In Worpswede gibt`s das „Hauptfach Kunst“

Eine Woche im Künstlerdorf Worpswede in der Nähe von Bremen verbrachte jetzt die Kunst.Klasse! des 7. Jahrgangs der Fritz-Winter-Gesamtschule. In einem Workshop mit dem Worpsweder Künstler-Ehepaar Ina und Markus Landt tauchten die Schülerinnen und Schüler ein in die auch heute noch besondere Atmosphäre dieses besonderen Ortes. 

 

Im Teufelsmoor nordöstlich von Bremen hatten sich Ende des 19. Jahrhunderts „stadtmüde“ Künstlerinnen und Künstler auf der Suche nach ländlicher Idylle und norddeutschem Licht niedergelassen. Die Spuren, die etwa Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn oder Heinrich Vogeler in Worpswede hinterlassen haben, sind dort heute noch wahrnehmbar. Auch deshalb, weil die Künstlerkolonie Worpswede immer noch sehr lebendig ist.

 

 

„Kunst gibt es überall zu sehen“, erzählt Kunst- und Klassenlehrerin Hildegard Mees, die gemeinsam mit Kollege Rainer Legant die Klasse begleitete. Es sei nicht schwierig gewesen, an gleich mehreren Orten Station zu machen und sich zeichnerisch mit ausgewählten Plastiken und Skulpturen auseinanderzusetzen.

 

Beim Projekt „Hauptfach Kunst“ standen die Künstler Ina und Markus Landt mit Ratschlägen tatkräftig und begeisternd zur Seite und gaben Tipps zu Bildeinteilung, Proportionen und Perspektive. 

 

Nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler natürlich auch etwas über das Leben der Künstlerinnen und Künstler, die sich vor über hundert Jahren in Worpswede niedergelassen haben. Großformatige Schwarz-Weiß- Fotos an den Außenwänden des „Barkenhoff“, eines von Heinrich Vogeler aus einer alten Bauernkate in ein herrschaftliches Anwesen umgewandelten Gebäudes, veranschaulichten die Eindrücke. 

 

„Wir haben uns auf unserer Klassenfahrt aber nicht nur mit Kunst beschäftigt“, berichtet Hildegard Mees. Eine Fahrt zum Klimahaus nach Bremerhaven, eine Kahnfahrt auf der Wümme durchs Teufelmoor und spielerische Aktivitäten rund um die gemütliche Jugendherberge am Rande des Dorfes rundeten das Programm ab. Die Kunst.Klasse! 7 war sich jedenfalls anschließend sicher: „Worpswede – wir kommen wieder!“